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anomie2Zwei Freundinnen in einer ungenannten russischen Stadt. Sie lieben sich wie Schwestern. Zum Glück, denn ihre wahren Familien sind nicht viel wert. Die Väter saufen, die Mütter  keifen. In der Schule, in der Bahn, im Job und im Park kommen immer wieder Menschen auf sie zu und belehren sie, über das Leben, was wichtig und was unwichtig ist und wie es früher so war. Schon lange habe ich mich nicht mehr so an meine Jugend zurückerinnert, als beim Anblick der gelangweilten Gesichter der beiden jungen Frauen. Aber konnte ich auch so schön mit den Augen rollen wie Daria Selezneva?

Es ist keine Überraschung, dass die Geschichte bald kippt und die Energie sich auch gegeneinander richtet. Ich habe sogar das Urteil „typisch russisch abgefuckt“ gehört. Aber meiner Meinung nach zeigt sich im trostlosen Ende, dass es vorher noch zumindest einen Wert gegeben hat und das macht Vladimir Kozlovs Film noch trauriger.