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An der Oberfläche ist Dallas Buyers Club die Geschichte eines homophoben Elektrikers/Rodeoreiters (Matthew McConaughey), der an Aids erkrankt und einen Buyers Club gründet, der interessierten Patienten nicht freigegebene Medikamente beschafft. Durch den Kontakt mit Schwulen wird er geläutert, lernt seine Lektion und mausert sich zum Schutzengel seines neuen Freunds Rayon (Jared Leto).

Es ist eine sehr glatte Geschichte, die sich selbst nicht im Klaren darüber ist, ob das von schulmedizinischer Seite verabreichte AZT ein Teufelszeug ist, oder nur zu hoch dosiert wird. Jennifer Garner ist für einen Hollywoodstar erstaunlich glaubhaft als Ärztin, aber ein wenig zu weinerlich. Ich persönlich würde einen sachlicheren Arzt bevorzugen, aber hier zählt Mitgefühl mehr als Qualifikation. Und wenn man sieht, wie der Elektriker nach kurzer Zeit schon die Ärztin belehrt und ihr einen Fachartikel aus The Lancet zu lesen gibt, kann man nur abschalten.

So sehr die Geschichte auch hinkt, das Ensemble glänzt bis in die Nebenrollen. Onkel Jacks rechte Hand aus Breaking Bad (Kevin Rankin), Steve Zahn (immer noch am liebsten in Out of Sight gesehen) und Dallas Roberts (Walk the Line, The L Word).

Am Ende bleibt ein unterhaltsamer Film, bei dem wir uns aufgeklärt fühlen können, weil wir einen extrem rückständigen Charakter serviert bekommen, der am Ende des Films ungefähr auf unserem Level an Toleranz angekommen ist.

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