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Walter Mitty

In der Realität ein Träumer, im Traum ein Langweiler, das ist Ben Stillers Walter Mitty. Zu verschämt, eine andere Langweilerin anzusprechen, verbringt er seine Zeit mit Mutter und Schwester, auch eine Langweilerin, aber auf die ausgeflippte, nervige Art. Zugegeben, es ist auch nicht leicht, einen Film über jemand zu machen, der, kaum das man sich in ihn hineinversetzt, in eine Traumsequenz entflieht. Vielleicht hat James Thurber ja deswegen eine Kurzgeschichte geschrieben und kein Drehbuch.

Adam Scott als Bösewicht mit Drei-Jahre-Bart schlägt sich tapfer in einer undankbaren Rolle und Shirley MacLaine und Kathryn Hahn als familiärer Klotz am Bein waren jung und brauchten das Geld. Sean Penn als wettergegerbter Fotograf mit wirklich aufregendem Leben ist der einzige Lichtblick. Aber das reicht nicht.

„Sei kein Träumer – Erlebe das Leben“: sagt das Poster. Ich sage: Träume ruhig selbst ein wenig. Von einem besseren Film.