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A13_GLOBAL PLAYER_sabotage films_Sieverding

Vorne ist auch alles in Ordnung in Hannes Stöhrs Film über ein schwäbisches Familienunternehmen, das vielleicht an „den Kines“verkauft wird. Die Kamera ist ansprechend, bei den Titeln hat man sich etwas einfallen lassen und sogar in die Ausstattung (Barbara Falkner & Adán Hernández S.) ist offensichtlich Liebe geflossen.

Aber während das Visuelle überzeugt, geht es mit der Geschichte recht bald bergab. Spätestens wenn ein Mitglied der chinesischen Delegation auf Burg Hoheneck fragt, ob man die kaufen könne, wissen wir, mangelndes Hochdeutsch ist nicht das einzige Problem hier. Aber beim Klischee ist man ganz vorne.

Bogenschütz und ChongUnd dann macht sich der alte Patriarch um den Ausverkauf zu verhindern auf die Reise zu seinen Töchtern, die verstreut an verschiedenen deutschen Orten wohnen, wo man Filmstiftungsgeld mitnehmen kann: Köln, Berlin. Auf dieser Reise wird mal eben der Zweite Weltkrieg und die braune Vergangenheit aufgearbeitet wofür in einer höchst unüberlegten Szene eine jüdische Nebenfigur eingeführt wird, um mitzuteilen, dass ihre Grosseltern in Auschwitz gestorben sind, und dann wieder verschwindet und die Familie nicht weiter stört.

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Positiv bleibt die Burg Hoheneck in Erinnerung, die Kameramann Andreas Doub wie vieles andere im Stil von Breaking Bad (oder Koyaanisqatsi) gefilmt hat.

Da bekommt man doch Heimweh nach Albuquerque …