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Peter Brabeck, CEO von Nestlé

 

Direkt Brunnen vergiften sieht man Nestlé in diesem Film nicht, aber die Auswirkungen auf die Bevölkerung in den Orten, in denen der Konzern Wasser absaugt, sind vergleichbar. In ärmeren Ländern zapft er von tief unten und lässt den Ärmeren nur die dreckige Brühe aus den oberen Schichten. Es sei mit Würmern verseucht und man dürfe es den Kindern nicht zeigen, sonst würden sie es nicht trinken.

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Dabei brüstet sich Nestlé noch auf seiner Internetseite damit, ein Flüchtlingslager in Äthiopien mit einer Wasserpumpe ausgestattet zu haben und ihre Wartung zu finanzieren. Wie die aufwändige Recherche der Co-Autoren Urs Schnell und Res Gehriger zeigt, bleibt die Unterstützung aber seit Jahren aus, mit fatalen Folgen für die Flüchtlinge, die sich an den versiegenden Wasserhähnen um die letzten Tropfen streiten.

Die Methoden des Konzerns sind so abstoßend (aber doch auf jedem Kontinent anders), dass die paar Euro für die Kinokarte gut investiert sind – denn danach wird man nie wieder Geld für Flaschenwasser ausgeben wollen, und schon gar nicht für eine der zahlreichen Nestlé-Marken.

http://www.bottledlifefilm.com/

Bottled Life wird am 16. März um 23:25 Uhr im WDR wiederholt.