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Das Jahr geht zu Ende und Camille – versoffen und verlassen – schaut auf dem Weg zu einer Party bei Freundinnen bei einem sonderbaren Uhrmacher (Jean-Pierre Leaud) vorbei. Einige Flaschen Alkohol später wacht sie als 16Jährige im Haus ihrer Eltern auf.

Michel VUILLERMOZ, Noémie LVOVSKY und Yolande MOREAU

Michel VUILLERMOZ, Noémie LVOVSKY und Yolande MOREAU

Ohne große Probleme gliedert sie sich wieder in den Schulalltag ein, aber mit mehr Elan als in ihrem Erwachsenenleben. Die Autoritätsfiguren in der Schule sind lachhaft und die daheim schätzt sie auf eine neue Art. Nur wie sie ihrem zukünftigen Mann Eric (Samir Guesmi) begegnen soll, das weiß sie nicht: Wäre es besser, ihm aus dem Weg zu gehen, da es ja böse enden wird, oder soll sie ihn trotz des tristen Endes akzeptieren? Hat sie überhaupt eine Wahl?

Camille redoubleNoémie Lvovsky brilliert in ihrer selbstgeschriebenen Rolle, die sie über den Umweg ihrer Jugend in ein neues Leben führt. Leider kann ihr eigenes Drehbuch im letzten Drittel nicht mit ihr mithalten. Die Geschichten der drei Freundinnen werden angerissen, aber wir bekommen nicht genügend Informationen, was aus ihnen geworden ist und der Tod einer wichtigen Figur wird zu nebensächlich behandelt. Es scheint, als wären einige relevante Szenen im Schnitt weggefallen, aber die letztlich verbliebenen 115 Minuten hätte man wirklich besser auswählen können. Der Film ist zu lang, um fragmentarisch zu sein, bietet aber trotzdem 90 Minuten Unterhaltung.

http://www.camille-derfilm.de/