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Witzig: Kaitlin Olson, links im Bild

Witzig: Kaitlin Olson, links im Bild

So ging es mir für den Großteil der 120 unlustigen Minuten von The Heat – dem Film um das seltsame Paar, bestehend aus der schlanken Verkorksten (Sandra Bullock) und der dicken Lebenslustigen (Melissa McCarthy). Die meisten Witze drehten sich darum, dass die Dicke unerwarteterweise mit Männern schläft. Und flucht. Anfangs habe ich mal gelacht, aber dann wurde es trister und trister. Aber ich fand mich damit ab, weil ja doch ab und zu mal Gelegenheit für einen kleinen Lacher kam (meistens durch Requisiten oder ein lustiges Tier).

Dann ging ich kurz hinaus, um auf dem Damenklo, wo leise Soft Jazz klimperte, einem menschlichen Bedürfnis nachzugehen. Kaum waren das Bedürfnis gestillt und die Hände gewaschen erkannte ich, wie grauenhaft die Aussicht, in den Kinosaal zurückzukehren, für mich war. In einem schrecklichen Konflikt zwischen Klo mit Gedudel und Melissa McCarthy mit Gefluche, entschloss ich mich, selbst ein taffes Mädel zu sein und den Film bis zum Ende zu ertragen. Vielleicht hatte ich mich auch einfach nur aufgegeben.

Die letzten 30 Minuten waren dann auch gar nicht mehr so schlimm, da der Film sich nicht mehr so bemühte, witzig zu sein, sondern sich auf die Action konzentrierte.

Trotzdem gab es positive Punkte: Komiker Bill Burr, bekannt aus Breaking Bad und Kaitlin Olson als Prostituierte, die auf die Frage

Seit wann wohnen Sie hier?

unglaublich rotzig

Seitdem ich hierhergezogen bin.

antwortet.