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The Guilt Trip/Unterwegs mit Mum

Mit Todesverachtung

Die ersten zehn Minuten von Anne Fletchers Komödie Unterwegs mit Mum über einen Chemiker (Seth Rogen) der sein neues Reinigungsprodukt quer durch Amerika anbietet und seine ihn heftig bemutternde Mutter Joyce (Barbra Streisand) mögen leidlich unterhaltsam sein, aber danach geht es schnell bergab. Die eh schon dünne Brühe wird noch weiter verwässert, dabei bräuchte sie eigentlich einen kräftigen Schuss von etwas Hochprozentigem. Aber es bleibt schal.

Gerade als man enttäuscht in den Halbschlaf gleitet, betreten Mutter und Sohn einen Stripclub. Nicht, dass es dann witzig werden würde – alle peinlichen Situationen mit komischem Potential wurden durch das gemeinsame Hören von Jeffrey Eugenides‘ Middlesex lustlos abgehakt – aber hinter der Bar des Clubs steht Dale Dickey. Dale Dickey, die man schon in so viel Gutem gesehen hat: Breaking Bad, Winter’s Bone

Dale Dickey in Winter’s Bone

Es ist ein kurzer Blick in eine bessere Welt und von diesem Moment an tun die lahmen Dialoge und die billigen Weisheiten (Drehbuch: Dan Fogelman) richtig weh. In weiteren Nebenrollen: Miriam Margolyes und Adam Scott, die man auch schon in Besserem gesehen hat. Sogar Joyce‘ Marotte, Frösche zu sammeln, ist ein müdes Echo von Michelle Pfeiffers Elephantenkollektion in Frankie and Johnny.