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Obwohl Renoir während des 1. Weltkriegs spielt, obwohl der Tod ständig präsent ist, geschehen die großen Dramen im Hintergrund.

Madame Renoir ist schon gestorben, als sich das neue Modell Andree (Christa Theret) auf der Domaine des Collettes in Cagnes-sur-Mer dem alten Renoir vorstellt.

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MIchel Bouquet als Auguste Renoir

Er mußte die Zeit hinbringen, bis die Zerrüttung, in die der Tod meiner Mutter ihn gestürzt hatte, sich zur Resignation milderte.

schrieb Jean Renoir in seinem Buch Mein Vater Auguste Renoir.

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Vincent Rottiers als Jean Renoir

Jean selbst kehrt verletzt aus dem Krieg heim und obwohl Andrée Gefallen an ihm findet, ist sie von seiner Melancholie und seinem mangelnden Ehrgeiz enttäuscht.

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Christa Theret als Andrée: „Sie war sechzehn, rothaarig, gut im Fleisch, und ihre Haut wies das Licht noch weniger ab, als es bei allen Modellen der Fall gewesen war, die Renoir in seinem Leben gehabt hatte.“ (Jean Renoir)

Aber wir wissen schon, dass er später Regisseur wurde und sie Schauspielerin. – Wer große Offenbarungen erwartet, ist hier falsch. Wer sich aber treiben lassen kann, wird nicht enttäuscht werden. Kamera (Mark Ping Bing Lee) und Ton (François Waledisch) schaffen eine ganz eigene Stimmung.

Eine Selbstverständlichkeit eigentlich, und doch so selten erreicht.