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Ben Afflecks Argo über die Rettungsaktion von sechs in der kanadischen Botschaft im Iran untergetauchten Amerikanern ist von den ersten Sekunden an spannend und bleibt es für 119 der folgenden 120 Minuten. Was kann schon den Titel Nach freigegebenen CIA-Akten toppen? Nie wieder werden mich die bloßen Worte Nach einer wahren Geschichte beeindrucken.

Es ist eine Meisterleistung von Regie, Drehbuch (Chris Terrio), Kamera (Rodrigo Prieto) und Schnitt (William Goldenberg), dass man sofort für eine ganze Gruppe von Menschen fühlt, von denen man noch nicht einmal die Namen kennt und über die man nicht viel mehr weiß, als dass sie komischen Klamotten tragen (Kostüme: Jacqueline West). Aber Affleck hat schon in seinen früheren Filmen Gone Baby Gone und The Town gezeigt, dass er sich auf Gruppendynamiken gut versteht, sei es bei Nachbarn, Banden oder Freundeskreisen.

Witzige Momente liefern Alan Arkin und John Goodman als zynische alte Hasen mit ihren Seitenhieben auf das Filmgeschäft.

Aber kaum hat man gelacht, geht es auch schon wieder zurück zu den Geiseln und der Frage, ob sie es vorbei an allen Kontrollen zu ihrem SwissAir-Flug raus aus Teheran schaffen … Argo erinnert oft an The Great Escape, und tatsächlich war der ursprüngliche Artikel im Magazin Wired über diese Begebenheit auch so betitelt. Aber hier werden keine Tunnels gegraben, hier trennen sich die Ausbrecher nicht, sie bleiben zusammen und entkommen gemeinsam oder sterben gemeinsam.