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Unter all den vielen Filmen mit dem Thema Gedächtnis die in diesen Jahren herauskommen, ist Robot und Frank eine echte Perle. Frank Langella spielt Frank, einen Ex-Einbrecher und Ex-Sträfling mit beginnender Demenz, der von seinem Sohn einen Pflege-Roboter aufgezwungen bekommt. Und obwohl der eine echte Hilfe im Haushalt ist, kommen er und Frank sich erst näher, als er ihn für seine zwielichtigen Pläne einspannen kann.

Der Zuschauer kann sich durch einen Geniestreich des Regisseurs Jake Schreier gut in Frank einfühlen: Der Film spielt ein wenig in der Zukunft, aber nicht zu sehr: Es hat sich Einiges geändert, aber nicht alles, und so müssen wir genau wie Frank konstant Zeichen decodieren. Die Autos und die Frisuren sind ungewohnt, aber wer mit Jeans und Hemd herumläuft, fällt deswegen noch nicht auf. (Produktionsdesign: Sharon Lomofsky, Kostüme: Erika Munro) Interessanterweise wird diese ein wenig neue Welt glaubwürdig, als die neue Technik versagt. Frank kann zwar mit seiner sich im Dschungel befindenden Tochter (Liv Tyler) über eine Riesenleinwand videotelephonieren, aber die Verbindung bricht immer wieder ab.

Franks Roboter dagegen bietet verlässliche Technik – sein Gedächtnis lässt ihn nie im Stich, und wie unheimlich ist das! Ab und zu muss man daran erinnert werden, dass eine der Funktionen des Gedächtnisses das Aussortieren ist. Aber welche Gefahren birgt dieses absolute Gedächtnis für den Frank, der sich nach der Bibliothekarin (Susan Sarandon) und seinem alten Beruf zurücksehnt?

Die Kritiken in den USA waren nicht nur positiv – Noel Murray vom avclub bezeichnete den Film als netten, flachen Crowdpleaser. Was kann ich sagen? This Kraut was pleased.