Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Rachel Weisz, Jude Law, Jamel Debbouze, Ben Foster, Marianne Jean-Baptiste … was verbindet all diese Menschen? Ein Schandfleck auf ihrem Lebenslauf, der sich 360 nennt.

Folgende Weisheiten habe ich 360, dem neuen Film von Fernando Mereilles entnommen:

  • Mit einem Flugzeug kommt man von Punkt A nach Punkt B.
  • Die Slowaken sind Nutten.
  • Die Deutschen bauen Autos.
  • Die Brasilianer wollen Sex und an den Strand.
  • Die Russen sind Verbrecher (und bewaffnet).
  • Die Wiener sind schmierige Zuhälter.
  • Und Anthony Hopkins zieht noch immer dieselbe affektierte Nummer durch, die bei einem gewissen Publikum anzukommen scheint.

Sir Poseur

Aber der Film gibt sich mit Klischees nicht zufrieden. Er will mehr! Er will uns weismachen, dass es in der Automobilbranche Manager gibt, die beim Besuch einer Messe unfähig sind, eine Prostituierte zu finden. Das können bei uns ja sogar die Betriebsräte! 

Rachel Weisz, die sich Mereilles nach dem Ewigem Gärtner vielleicht verpflichtet fühlt, spielt eine erfolgreiche Bildredakteurin, die bei einem Besuch in Berlin bei Galeria Kaufhof einkauft. Ich weiß es, weil sie die Tüten penetrant ins Bild gehalten hat. Ich weiß nicht, ob sie Punkte sammelt.

Sieht aber nicht so aus.

Den Namen des Schriftstellers, dessen Reigen angeblich als Inspiration gedient hat, erwähne ich nicht. Das hätte er nicht verdient.