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Nikolaj hat das Problem, nicht rebellieren zu können. Nicht gegen seinen Vater, weil der selbst der größte Revoluzzer weit und breit ist. Und nicht gegen Leben an und für sich, weil es schon das Allerschlimmste verbrochen hat. Jens Lien hat einen Film über eine Vater-Sohn-Geschichte gemacht, die nicht ganz so komödiantisch ist, wie der Trailer verspricht, aber das ist nicht unbedingt ein Fehler.

Wie üblich bei einem Film, der vor nicht allzu langer Zeit – in den 60ern oder 70ern – spielt, ist alles in Braun gehalten. Das muss wohl so sein. Er und sein Kameramann Morten Søborg, der auch bei den Chernobyl Diaries mitgewirkt hat, geben sich Mühe, dem ganzen Film einen ekligen Look zu geben: Tapete, Einrichtung, Kleidung, Essen … das ist auch ohne das viele Spucken, das der erstklassige Åsmund Høeg als junger Punk im einer norwegischen Kleinstadt erledigt, nur schwer zu ertragen.

Oder mit den Worten eines Kollegen

Wenn da so ein Junger reingeht und seine Freundin etepetete ist, kann er das Pimpern danach vergessen.

Ob mit oder ohne Pimpern – der Abend dürfte schöner ohne Sons of Norway werden.