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Big Ben, Eiffelturm, Kolosseum – Europa kann schnell eintönig werden! Wo holt man sich als junger Amerikaner auf der Durchreise den nächsten Kick her, wenn man ein Mädel beeindrucken will? Natürlich: Ein Trip nach Prypjat, der Stadt der Arbeiter von Tschernobyl, bietet sich an.

Bestimmt gibt es irgendwo auf der Welt Menschen die so funktionieren, aber sie interessieren nicht. Und was aus ihnen wird, wenn der Wagen nicht anspringt und es dunkel wird, das ist mir auch egal. Aber ohne jegliche emotionale Bindung an eine Figur wird ein Horrorfilm schnell zur freudlosen Übung im Buh-Rufen. Man erkennt die Drehorte aus Land of Oblivion wieder, aber hier werden sie nur als Kulisse benutzt, wie in der Geisterbahn. Obwohl an einer Stelle Uri (von Uris Extrem-Reisen) seine Gruppe instruiert, still zu sein und zu horchen, ebenso wie es Olga Kurylenko getan hat. Wir hören nichts, sagen sie hier wie da und bekommen in beiden Filmen die Antwort: Das ist das Geräusch der Strahlung, bzw. So hört sich die Natur an, wenn sie das Land zurückerobert.

Meistens aber hören wir billige Effekte. Ich gebe zu, dass ich mich des öfteren erschrocken habe, aber das tue ich immer, wenn etwas laut knallt.

Das Gute: Der Film ist kurz und schnell vergessen.

Loriot: Das Kernkraftwerk

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