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Nach Rosso Malpelo im Jahr 2007 hat Pasquale Scimeca 2010 mit Malavoglia zum zweiten Male einen Text von Giovanni Verga verfilmt. Rosso Malpelo habe ich nicht gesehen, aber die Tatsache, dass es in ein bolivianisches Bergarbeiterdorf verlegt wurde, zeigt schon, dass Scimeca keine übermäßige Ehrfurcht vor Klassikern hat. So auch in Malavoglia: Eine Hauptfigur rappt, und der Epilog wird ungelenk über das Radio bekannt gegeben.

Aber die modernen wie die klassischen Malavoglia haben ihr Schicksal an das Schiff Providenza gehängt. Kameramann Duccio Cimatti hat schon vorher mit Scimeca zusammengearbeitet und zeigt einem hier das Meer, als würde man es zum ersten Male sehen.

In der Auswahl seiner Laiendarsteller war er glücklich, aber selbst die holperigen Momente kommen der Intention zugute: In den uneleganten Pausen, die sich einstellt wenn die Darsteller auf ihren Einsatz warten, zeigt sich, wie fatalistisch sie ihrem Schicksal ausgeliefert sind.