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Merida zielt

©2012 Disney/Pixar

Merida ist in diesem Jahr schon die zweite Bogenschützin auf der Leinwand und steht in einer langen Tradition von Filmamazonen mit Pfeil und Bogen.

Wie der Trailer zeigt, lässt sie sich nicht einengen, weder von Konventionen noch von ihrem Prinzessinnenkleid:

Es scheint naheliegend, dass ein so kriegerischer Sport mit modischen Ansprüchen unvereinbar ist, aber in Edith Whartons Age of Innocence steht Bogenschießen für das Konventionelle und gilt als Gelegenheit, hüsche Kleider und eine anmutige Haltung vorzuführen:

The sport, which had hitherto known no rival but croquet, was beginning to be discarded in favour of lawn-tennis; but the latter game was still considered too rough and inelegant for social occasions, and as an opportunity to show off pretty dresses and graceful attitudes the bow and arrow held their own.

In Martin Scorseses Verfilmung (Kostüme: Gabriella Pescucci für Tirelli Costumi) gewinnt Winona Ryder als May Welland das Turnier des Newport Archery Clubs.

Die Szene beweist damit nicht nur, dass May in gewisser Weise die ideale Frau für ihren Mann Newland Archer ist, sondern gibt Scorsese auch die Gelegenheit, das Zielscheibenlogo von Archers Film Productions, der Firma seiner Vorbilder Michael Powell und Emeric Pressburger, zu zitieren. (Die Überblendung auf Gelb als Ellen Olenska gelbe Rosen von Newland erhält, ist direkt aus Powell und Pressburgers Black Narcissus übernommen.)

Trotzdem, ich setze auf Rot:

Merida Poster

©2012 Disney/Pixar

Merida startet am 2. August in Deutschland.

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