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Angelina Nikonovas Erstlingsfilm ist könnte eine Verfilmung des alten Wolf Haas-Zitats

Bei Vergewaltigung rufe nie die Polizei, denn sie ist ja schon dabei.

sein .

Eine der vergewaltigten Frauen ist die Sozialarbeiterin Marina (brillant: Olga Dykhovichnaya), die schnell merkt, dass sie auf legalem Wege keine Oberhand bekommt und daraufhin die Verfolgung selbst in die Hand nimmt.

Sergei Borisov, Olga Dykhovichnaya

Wer sich eine Vergeltungsgeschichte erhofft wird enttäuscht, anders als den Titel hat Nikonova die Handlung komplizierter angelegt. Marina folgt ihrem Vergewaltiger zwar mit einer Flasche in der Hand, beginnt dann aber eine Beziehung mit ihm in der sie den masochistischen Part übernimmt. Die wiederholte Gewalt mitanzusehen fällt oft schwer, ebenso wie die Wendung, dass die Vergewaltigung für Marina zum Anstoss wird, über ihr Leben nachzudenken.

Die Leistungen der Schauspieler sind jedoch herausragend. Neben Olga Dykhovichnaya überzeugt auch Sergei Borisov als der Verfolgte und Vsevolod Voronov als sein zugedröhnter Bruder.