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Da kommt mal ein außergewöhnlicher Film daher, ein visuelles Unikat, und einige Wochen später sieht man einen anderen außergwöhnlichen Film, der ihm sehr sehr ähnlich ist. So ging es mir mit Historias que so existem quando lembradas und dann mit Girimunho. Zwei außergewöhnliche Filme, die einander sehr ähneln: Sie spielen beide in einem abegelegenen Teil Brasiliens, haben eine alte Frau als Hauptperson, handeln vom Tod und den Erinnerungen, zeigen aber auch das Zusammenleben von Jung und Alt.

Das Regieduo Clarissa Campolina und Helvécio Marins Jr. besetzte im Unterschied zu Júlia Murat ausschließlich Laiendarsteller wo diese zumindest für die Hauptfiguren professionelle Schauspieler gewählt hat. Und mehr noch – sie haben ihre Geschichte zusammen mit ihnen erarbeitet. Die Improvisationen funktionieren am besten in den Tanz- und Gesangsszenen (hier wie in Historias bekommt man das Gefühl, dass Brasilien kein schlechtes Land ist, um seinen Lebensabend zu verbringen: Kaum wird es dunkel, tanzen und singen die Alten zusammen mit den Jungen, trinken Cachaça und toben sich aus), in den Dialogszenen muss man sich auf einige Längen einstellen. Aber so ist das Tempo des Films, er fließt langsam, wie der Fluss, der ihn durchströmt.

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