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Ilze Burkovska-Jacobsen hat über viele Jahre hinweg einen Film über ihre Mutter gedreht und über den Hof mit dem sie so eng verbunden ist. Geschickt verbindet sie die Geschichte der beiden mit der Geschichte Lettlands, über das zumindest ich vor dem Film so gut wie nichts wusste.

Die Probleme dieses 52minütigen Dokumentarfilms werden aber schon im Trailer offensichtlich: Die Regisseurin gibt uns erst ihre Meinung über ihre Mutter („wise and strong, mother and grandmother“), dann lässt sie sie uns selbst herausfinden. Andersrum wäre es interessanter gewesen, noch dazu, da man sich dem Urteil, dass ihre Mutter eine außergeöhnliche Frau ist, kaum entziehen kann (sie stemmt den Hof alleine, formuliert beim Melken Zeitungsartikel, nutzt etwaige freie Minuten als Aktvistin). Und, ein schwerwiegenderes Problem: Das Englisch reicht weder für die Untertitel noch für das Voiceover. Untertitel hat es hier sowieso gegeben, immer wenn sich die Letten untereinander unterhalten, also wäre ein Voiceover gar nicht nötig gewesen. Leider versteht man die Erläuterungen nicht immer und manche Untertitel geben keinen Sinn. (Sicherheitshalber habe ich noch eine andere Zuschauerin, ebenfalls Übersetzerin aus dem Englischen, gefragt. Sie hatte dieselbe Meinung.)

Bei einem so persönlichen Film über ein so faszinierendes Schicksal sollte man sich nicht fragen müssen: Wie jetzt? Was hat sie gesagt?