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Die USA sind schon so lange und so oft im Krieg, dass der Kriegsheimkehrer schon ein eigenes Genre haben. Mit einem weiblichen Rückkehrer gibt Liza Johnson dem Ganzen einen neuen Drall, aber die Geschichte bleibt die ewig gleiche: Familie, Freunde, alle gehen behutsam mit dem Rückkehrer um. Der kann sich nicht mehr in sein gewohntes Leben einfügen und bald lässt dann auch das Verständnis der Anderen nach. Es folgen Alkohol, Trennung usw. usf.

Die Regisseurin hat vor Drehbeginn bei einigen echten Kriegsheimkehrern recherchiert und das für unsere Zeit typische neue Problem gefunden: Alle wollen vom Traumatisierten die eine Geschichte hören, den Knackpunkt auf den dann am besten gleich die Katharsis folgt. Aber viele haben nicht „eine“ Geschichte zu erzählen. Und viele, da wurde auch die anwesende Kamerafrau extra vom Publikum gefragt, ob das denn wirklich sein könne, müssen recht bald wieder zurück an den Kriegsschauplatz.

So gut Return gemeint und empfunden ist, kann er nicht vollständig überzeugen, da hilft auch das Staraufgebot mit Michael Shannon nicht. Und im Fall von den Eheleuten im echten Leben und in Mad Men John Slattery und Talia Balsam als Veteran und Friseuse mit goldenem Herzen stört es eher. Man kann das Image einer solchen Serie nicht so schnell abstreifen, auch wenn Slatterys drogensüchtiger Veteran eine Variation von Roger Sterling ist. Seine Vorgeschichte reißt einen aus dieser Geschichte raus.

Liza Johnson hat ihre Geschichte erzählt, aber etwas zu überraschungsarm.