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© Concorde Film

Stephanie Plum, die Heldin aus Janet Evanovichs Krimiserie, ist eine gewitzte, kürzlich geschiedene, kürzlich entlassene Frau, die aus Geldnot einen Job als Kopfgeldjägerin annimmt.

Als relativ normale junge Frau ist es nicht allzu verwunderlich, dass sie irgendwann ihre Pistole in ihrer Handtasche nicht finden kann … welche Frau war nicht schon mal in der Position, in einem übergroßen Beutel nach einem Schlüsselbund oder einem Portemonnaie zu fischen? Wenn der Gag aber schon in den ersten Filmminuten avisiert und in den letzten zehn Minuten dann endlich, endlich gezeigt wird, nachdem schon mehrmals auf Stephanie Plum geschossen wurde, nervt er nur noch. Da endlich, sie sucht, sie sucht, sie findet sie, bumm! Wir haben es hinter uns.

© Concorde Film

Eines der Probleme von Einmal ist keinmal ist sicher auch die Besetzung. Katherine Heigl ist etwas älter als die Buch-Stephanie, und da nimmt man ihr solche Schussligkeiten schon übel. Das Zeitfenster in dem sie sich merken kann, wo das widerborstige Pistölchen ist bevor Alzheimer zuschlägt, wird kleiner und kleiner.

Das weibliche Triumvirat aus Julie Anne Robinson, (Regie) Katherine Heigl (Executive Producer), Wendy Finerman (Produzentin) verfilmt keine Weltliteratur. Hier loben zwei tratschende Frauen tatsächlich noch den „knackigen Hintern“ eines Mannes. Ich hielt diesen Spruch für einen urbanen Mythos, aber bitte. Das Liebesdreieck zwischen Stephanies Ex und erster Beute Morelli und Ranger, ihrem Mentor ist im von mir konsultierten Vier Morde und ein Hochzeitsfest/High Five recht entspannt und angenehm dramafrei, in der Filmversion ist es fast schon spannungslos. Noch nicht mal in einer Szene, in der Katherine Heigl von einem Mann nackt mit Handschellen in der Dusche angekettet und von einem anderen Mann gerettet wird fühlt man ein Prickeln. Man fühlt die Kälte eines Menschen, der nass und nackig in seiner Dusche steht. Kann ja sein, dass Katherine Heigl und Jason O’Mara nichts füreinander empfinden, aber hätten sie nicht wenigstens so tun können als ob?

Und was die Bezeichnung „Komödie“ betrifft: Ich habe einmal gelacht, und zwar beim Abspann. Einer der Techniker heißt Hobensack. In diesem Fall ist einmal wirklich keinmal.