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Nach dreißig Jahren mit denselben Schauspielern (Ariane Ascaride wirkte schon in seinem ersten Film Dernier été aus dem Jahr 1981 mit) kann man sich darauf verlassen, dass Robert Guédiguian ein paar nette Szenen mit ihnen aus dem Ärmel schüttelt, aber der moralische Grundton seines neuen Films Der Schnee am Kilimandscharo ist zu penetrant. Sicher wäre es schön, wenn die Welt so wäre wie sie hier endet, aber das glaubt man einfach nicht.

Nach dreißig Jahren Erfahrung sollte er Nebenfiguren nicht einfach von rechts auftreten, dummes Zeug sagen, sie von unserer Hauptfigur (Ariane Ascaride) abkanzeln und sie dann zurechtgestaucht wieder abgehen lassen. Das erinnert ja an Telekolleg Sozialkunde. Und wer tatsächlich über einen Charakter am Scheideweg Joe Cocker mit Many Rivers to cross laufen lässt, hat vielleicht eher eine Sensibilität fürs Radio.