Schlagwörter

, , , , , ,

© X-Verleih

Stell Dir vor, man könnte Botschaften in die Vergangenheit oder in die Zukunft schicken, ob das was ändern würde? sinnt Stipe Erceg als Physikprofessor Oskar in Claudia Lehmanns Schilf. Welcher Filmkritiker hat sich das noch nicht gefragt? Schickt man doch dauernd Botschaften in die Zukunft, um Menschen davon abzuhalten, Zeit und Geld für schlechte Filme zu verschwenden. Mit mäßigem Erfolg.

Ich habe in den letzten Wochen versucht, Botschaften in die Vergangenheit zu schicken, um mich vor diesem Film zu warnen. Vielleicht hat es gewirkt. Vielleicht bin ich in ein paar möglichen Welten weniger in diesen Film gegangen, vielleicht kann ich mich deswegen nur noch an den dämlichen Schluss erinnern, und auch diese Erinnerung verblasst glücklicherweise. Selbst wenn die 85 Minuten davor gut gewesen wären, wären sie doch durch die läppische Enthüllung, die ich hier nicht verraten möchte, verdorben worden.

Die kompetente Kamera macht eher noch auf das inhaltliche Manko aufmerksam. Wenigstens ist Sandra Borgmann als Kommissarin Rita Skura mit ihrer trockenen Art ein Lichtblick.