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© Paramount Pictures

Mavis Gary, geschieden, Autorin, geht heim nach Mercury, Minnesota, um die Uhr zurückzudrehen und ihre Jugendliebe Buddy Slade zurückzugewinnen. Dass der Mann verheiratet ist und ein Kind hat, stört sie nicht. Da ist sie tolerant. „Jeder schleppt was mit sich rum.“ sagt sie in der deutschen Version, „I’ve got baggage, too“ im Original. Baggage? So wie George Clooneys Charakter menschliche Beziehungen in Up in the Air, Jason Reitmans letztem Film, genannt hat? Da schwant einem Übles. Hoffentlich wird sie nicht so gedemütigt wie der. Nur dass sie im Grunde ja sesshaft werden möchte mit diesem harmlosen Pullitypen, der noch nichts von seinem Glück weiß. Andere Menschen interessieren sie nicht und wenn sie ihre alten Klassenkameradinnen vor den Kopf stößt, dann wahrscheinlich nicht absichtlich, sondern weil die auf ihrem Radar überhaupt nicht ausschlagen.

© Paramount Pictures

Charlize Theron spielt Mavis perfekt, die gemeinen Momente ebenso wie die subtileren. In einer Szene gesteht sie sich etwas sehr Schmerzhaftes über sich selbst ein, nur um sofort von ihren Gesprächspartnern abgewiegelt zu werden. Ihre Enttäuschung über diese verpasste Chance bleibt einem noch lange im Gedächtnis. Wie viele verschiedene Lagen sie dieser Mavis gegeben hat, kann man erst abschätzen wenn das Licht wieder angeht. Am besten, man sieht sich diesen witzigen Film gleich zwei Mal an.