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Nicht zum ersten Mal ist Martin Scorsese im Paris des frühen 20. Jahrhunderts: Schon Daniel Day-Lewis und Michelle Pfeiffer erlebten hier das Postskriptum ihrer Liebesgeschichte und ich muss gestehen, als ich The Age of Innocence sah, dachte ich mir nicht: Wenn der Sonnenstrahl die Fensterläden trifft, wird Newland Archer aufstehen und gehen – aber hoffentlich in 3D.

Und doch kann man den Zauber schon vom ersten Bild, wenn der Schnee leise auf Paris fällt, nicht leugnen  … man sieht die Möglichkeiten der neuen Technik, ohne dass einem jemand plump die Hand entgegenstreckt. Aber Scorsese geht es nicht so sehr um das Neue als vielmehr um den Erhalt des Alten. Schon in den frühen 80ern gründete er innerhalb der Directors Guild of America die Film Foundation, die sich unter anderem um die Restaurierung von Filmklassikern wie die seines geliebten The Red Shoes kümmerte. Und auch in Hugo Cabret wird einem dieses Anliegen in vielen Ansprachen nahegebracht.

Die Geschichte? Worum geht es eigentlich? Das ist Scorsese nicht ganz so wichtig wie die Belehrungen über das Filmerbe und es ist bestimmt kein Zufall, dass Michael Stuhlbarg als Professor Rene Tabard, der Bewahrer der Filme, dem jungen Scorsese so ähnlich sieht. Um dessen Vorträge herum bleiben Abenteuer, Hunde, Verfolgungsjagden und Freundschaft. Das wird nie alt.