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Spiel im Morgengrauen, oder auch Spiel im Morgengrauen – der Film,  oder auch SPIEL IM MORGENGRAUEN (IN GROSSSCHRIFT FÜR LESEANFÄNGER) ist Götz Spielmanns heissersehnte Neuinterpretation von Arthur Schnitzlers Novelle für den kulturinteressierten Dorfdeppen. Fünfjährigen Dorfdeppen. Dem nicht klar ist, dass es sich beim Konsul Schnabel um einen emotional unterkühlten Geschäftsmann handelt und der deswegen das Reizwort Peanuts nötig hat. Peanuts, sagt der Konsul Schnabel in Bezug auf Spielverluste. Kapitalistenschwein!  Und später übersetzt es noch jemand: Erdnüsse. Weil man es sonst vielleicht nicht versteht.

Überhaupt spielt Regie-Tausendsassa Götz Spielmann mit unseren Sehgewohnheiten. Dafür fügt er eine irre lachende Alte ein. Da muss man erst mal drauf kommen! Und am Ende, das ist mir jetzt sogar einen Spoiler Alert wert, tritt ein Statist auf und meldet gehorsamst, dass der Thronfolger einem Attentat zum Opfer gefallen ist.

2012 ist es jetzt. Die Mayas sagen, die Welt geht unter. Aber ich bin seit 2001, seitdem dieses Machwerk produziert wurde, innerlich gestorben. Ich weiß es nur erst seit heute.

Ob ich mit dem toten Thronfolger den alten Schnitzler etwas aufpeppen kann?